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Timneh und Kongo Graupapageien  
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Mein Papagei ist ein Rupfer...

Als Rupfer bezeichnet man Papageien,
die sich auf Grund einer Verhaltensstörung Federn selber entfernen.
Das Rupfen kann mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Die Ursache des Rupfens kann 1000 verschiedene Gründe haben, diese herauszufinden ist oftmals ein schwieriger Weg. Graupapageien sind für diese Verhaltensstörung wegen ihrer hohen Intelligenz prädestiniert, da Langeweile eine der vielen Ursachen ist.
Es gibt leider kein „Patentrezept“ zur Behandlung des Rupfens. Eine mögliche Ursache können aber auch die Haltungsbedingungen allgemein sein,
beispielweise zu wenig Platz im Käfig,
Streß durch Partnervogel, mangelnder Freiflug.
Mögliche Lösungswege zur Verhaltensänderung:
Bieten sie ihrem Papagei sogen. „intelligentes Spielzeug“ an, damit der Spieltrieb im Vogel geweckt wird und er abgelenkt ist. Die Lichtverhältnisse können sie verändern um den Stoffwechsel des Tieres zu optimieren ( Thema: Bird Lamp oder Tageslichtlampen bzw. Standortwechsel des Käfigs). Bitte überprüfen sie auch die Luftfeuchtigkeit – je nach Herkunft kann die Luftfeuchtigkeit stark variieren:
beim Graupapagei zB. 50% und darüber.
Viele Papageien entwickeln das rupfen als Stereotypen wie Kopfschütteln, weil sie zu wenig Aufmerksamkeit von ihrem Menschen bekommen.
Eine Zwangsverpaarung mit dem falschen Partner fördert gleichermaßen das Federrupfen.
Überprüfen sie auch mal ruhig die Ernährungsgewohnheiten ihres Papageien. Ist die Nahrung zu einseitig oder zu fett? Studien zur Folge tritt das Rupferproblem vielfach bei Papageien auf die von Hand aufgezogen wurden ( Pasche, Schmid Universität Bern ).
Bei handaufgezogenen Papageien fehlen oftmals die notwendigen Sozialkontakte zu Artgenossen.
Durch Beobachtung bei anderen Schwarmvögeln, erlernen die Jungtiere durch Nachahmung das Komfortverhalten der Gefiederpflege, welche im Laufe ihres Lebens
ständig optimiert wird.
Viele Wildfänge sind durch den Fang, Transport und die Umstellung ihrer gewohnten Umgebung wie Regenwald derart traumatisiert, dass rupfen hier besonders häufig zu beobachten ist.
Abschließend sei zu sagen,
dass einige Individuen ihre erlernte Verhaltensstörung,
wohl ihr Leben lang beibehalten.
Die Chance ist jedoch sehr groß durch Zusammenarbeit mit einem fachkundigen Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker die Verhaltensstörung zu korrigieren oder zu minimieren. Weiterhelfen können auch „Verhaltenstrainer“ die auf Papageien spezialisiert sind. Manchmal sind es kleine Dinge, die ein Leben lebenswert machen.
 
 

 

Janina Mees:
Graupapageien und Wellensittiche.

Meik Mees:
Graupapageien, Springsittiche,
Zitronensittiche, Aymarasittiche,
Barabandsittiche und Blaugenick -Sperlingspapageien